Ganzheitliche Bildung - mit Kunst, Kultur und Medien

Welche Möglichkeiten und Angebote für Kooperationen zwischen Schule, Künstlern bzw. Kulturvermittlern und Jugend-/ Kulturarbeit gibt es, sind machbar bzw. denkbar?
Die Erkenntnis, dass für nachhaltig-zukunftsfähige Bildung der Kinder und Jugendlichen nicht nur die Schule und die LehrerInnen zuständig sind, als auch die Forderung nach erweiterten und neuen Lernorten und kulturellen Lernmethoden ist plausibel geworden und eigentlich selbstverständlich Im Horizont der „gePISAckten“ Bildung und der Perspektive „Ganztags-bildung/ Ganztagsschule/ Ganztagsbetreuung“ sind auch Kultur- und Jugendarbeit, Künstler, Kulturvermittler, KulturpädagogInnen aufgewacht und neu herausgefordert: „Schulen öffnen sich“, „Bildung ist mehr ...“, „Kunst und Kultur machen Schule“, „Schulen ans kulturelle Netz“, „Schlüsselkompetenzen – Lebenskompetenzen“, „neue Lernkulturen“ – so die aktuellen Signale. Es besteht eine gewachsene Bereitschaft, neue Wege zugunsten einer pluralen, vielgestaltige Bildungslandschaft, eines „Netzwerks Bildung“ gerade auch im kommunalen Rahmen, zu suchen und zu gehen. An Schulen, in Jugend- und Kultureinrichtungen und in der kulturellen Bildung/ Kulturpädagogik werden unterschiedlichste (Modell-) Projekte initiiert und realisiert, vor allem auch in Kooperationen vielfältiger Art. Den dabei entstehenden Erfahrungsschatz und Methodenfundus gilt es zu sichern, auszutauschen, fortzuschreiben, zu qualifizieren und zu systematisieren sowie den beteiligten Akteuren und einem interessiertem Publikum zu öffnen bzw. zu diskutieren: Fachlich und politisch.

Das kommunale Projekt „Kultur- und Schulservice München“
KS:MUC versteht sich hier

• als themenfocussiertes kommunalen Netzwerk „Kultur und Schule“ im Kontext des Kommunalen Koordinationsforums Schule/ Kultur/ Soziales (KoFo)
• zusammen mit Münchner Einrichtungen und Einzelpersonen, Künstlern mit Engagement am Experiment „Kultur- und Schulservice München“,
• entsprechend dem Interesse von Kinder- und Jugend(kultur)-einrichtungen an Schulkooperationen auf „gleicher Augenhöhe“ der Partner und Akteure aus Kunst/ Kultur/ Soziales/ Schule,
• zugunsten einer Qualifizierung der Stadt als „ganzheitliche Bildungslandschaft“ in der Kunst, Kultur und Medien eine immer wichtigere Rolle spielen,
• mit der Tendenz der Arbeit an der Kompatibilität/ Komplementarität von vernetzten Vormittags- und Nachmittagsangeboten in und außerhalb des Ortes „Schule“,
• im Experiment beispielhafter Kooperationsprojekte („best practice“) zugunsten langfristiger kommunaler Agentur- bzw. Serviceleistungen (z.B. durch Information, Diskussion, Fortbildung, Veranstaltungen, Angebotsdateien, Foren und Börsen, Treffen u.a.), mit der Chance eines landesweit übertragbaren Modells für andere Kommunen,
• ohne einem Abbau z.B. des bisherigen Kunst- und Musikunterrichts Vorschub zu leisten,
• sowie dabei „kulturelle Bildung“ sozial und interkulturell differenziert und in aller Vielfalt „für alle“ zu ermöglichen, auch in der Spannung „formal – informell“ und von „Sinne bis Cyber“

Bildung ist mehr als PISA – Kreativität und schöpferische Phantasie sind unbezahlbar

„Wenn wir Kinder auf den Weg zum "Olymp", wenn wir sie auf den Weg zu Kunst und Kultur führen, dann öffnen wir ihnen den Zugang zu einer Welt, in der sie zu ganzen Menschen werden können: In Tanz und Rhythmus, in Ton und Klang, in Malerei und Farbe, in Sprache und Dichtung kommen Gefühl und Geist, Seele und Körper zur Einheit. In Kunst und Kultur finden Menschen ihre Identität als einzelne und als Gesellschaft - nicht ein- für allemal, aber immer wieder und immer wieder neu. In der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen steht deshalb: "Kinder haben ein Recht auf Kunst und Spiel." ...
Von dieser Überzeugung hat sich offensichtlich die Kulturstiftung der Länder leiten lassen, als sie diese Initiative begonnen hat, und der heutige Kongress soll die Ziele einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Der frühe Zugang zu Kunst und Kultur ist unverzichtbar dafür, dass Kinder und Jugendliche selbständige Persönlichkeiten werden. Er ist auch wichtig, damit unser kulturelles Erbe Zukunft hat. Wenn wir dies Erbe bewahren wollen, dann müssen wir bei denen Verständnis und Begeisterung zu wecken versuchen, die auch über die Zukunft dieses Erbes entscheiden werden: Nämlich bei den Kindern und Jugendlichen von heute.“
Bundespräsident Johannes Rau, Leipzig 2004

Daher sind unser Ziele / Leitbilder:

Ziele:
• Kommunale Modelle und Bausteine zur verstärkten Kooperation Schule – Kunst – Kultur entwickeln: Netzwerk Bildung
• Diskurse und Erfahrungen vor Ort und in Projekten verstärken: Alle „Akteure“ an einem Tisch!
• Übertragbarkeit auf kommunaler Ebene sichern und gemeinsame landesweite Veranstaltungen und Informationen realisieren

Leitbild:
• Qualifizierungen und Professionalisierung: Schule/ Kunst/ Kultur/ Medien/ Soziales/ Jugendarbeit kooperativ & kommunal - Hand in Hand
• Auf der Suche nach neuen Wegen und neuen Lernkulturen: GANZTAGSBILDUNG? GANZTAGSBETREUUNG? GANZTAGSSCHULE? - ausgehend von der kommunalen Ebene, z.B. in München und Nürnberg

zurück